4 Schritte zur Optimierung von Google Places
Alleine schon die Tatsache, dass Google Places nun einen eigenen Namen bekommen hat und neben Analytics und den Webmaster-Tools sehr präsent im Account erscheint zeigt, dass es sich um ein potentielles Zukunftsthema handelt. Die Umstrukturierung der Suchergebnisse mit den Kartenausschnitten nun links unterstreichen dies.
Aber warum auch nicht? Für den User sind Google Places Ergebnisse schon relevanter Inhalt. Auf jeden Fall kann man sagen, dass die Authentitätsprüfung von Google Places einen Bonus in der Glaubwürdigkeit schafft. Und auch der Webmaster, der sich die Mühe macht, an dieser Prüfung vorbeizukommen wird relevante Inhalte haben.
Wie optimiert man Google Places?
Schritt 1: Eintrag vollständig beenden und autorisieren lassen. Natürlich sollten die Keywords enthalten sein. Ich hatte vor kurzem nur die Wahl per Postkarte, obwohl ich nur einen einzigen Google Place hochgeladen habe. Daher weiß ich nicht, ob das jetzt generell umgestellt wird oder nur in diesem Fall (ein Testaccount wurde mal gesperrt… hmmpf)
Schritt 2: Vervollständigen – echter, authentischer Inhalt ist gut für User, und das findet auch Google gut. Damit gemeint sind Bilder, Beschreibungen, Daten.
Schritt 3: Einträge in Branchenbüchern optimieren nicht nur Google Places, sondern auch die reguläre Webseite. Insbesondere von Google Places akzeptierte (meist die von Webmastern freigegebenen Branchenbücher) bringen viel.
Schritt 4: Die bestehenden Kunden dazu motivieren, Bewertungen zu schreiben. Denn Bewertungen fließen ebenfalls in das Ranking von Google Places ein. Es müssen dabei nicht ausschließlich Bewertungen bei Google sein, auch externe Bewertungsportale helfen.
Ein letzter Hinweis vielleicht noch: Die Google Places Optimierung sollte mit großer Vorsicht durchgeführt werden – alles was hier zählt ist Kundennutzen. Erfahrung und Fingerspitzengefühl erforderlich
Warum haben Keyword-Domains noch immer einen Bonus?
Durch Zufall bin ich mal wieder auf einen Artikel gestossen, in dem die Vorzüge für die SERPs von Keyword-Domains aufgezählt wurden, und dass .de, .com sowie .net besonders gut ranken.
Ich stelle mir die Frage “warum?”.
Der grundsätzliche Ansatz einer Suchmaschine ist es, guten und relevanten Inhalt zu zeigen. Der Einsatz relevanter Keywords ist dabei sicherlich ein gutes Signal. Bezogen auf Sub-Domains und URL-Pfade habe ich auch nichts gegen den Einsatz von Keywords einzuwenden – im Gegenteil, es gibt wohl kaum einen besseren Indikator für den Inhalt als das Keyword in der URL, am besten noch gut ausgesteuert.
In der Top-Level-Domain aber sieht es grundsätzlich anders aus: Es kann nur derjenige mit seiner Top-Level-Domain relevanten Inhalt signalisieren, der über die Domain verfügt. Und die allermeisten haben eben keine Keyword-Domain. Ich möchte das anhand eines Beispiels verdeutlichen. Nehmen wir an, mein Keyword ist “Keyword-Domain”. Genau, mein Webshop A verkauft das Produkt “Keyword-Domains”. Ich habe da auch ein wundervolles Sortiment für, riesig groß, ganz toll gestaltet, die besten Preise undsoweiter.
Leider aber sind die folgenden Domains registriert:
keyword-domain.de (von Firma B)
keyword-domain.com (von Firma D)
keyword-domain.net (von Firma D)
keyword-domain.info (von Firma C)
keyword-domain.biz (von Firma B)
Und dummerweise sind ein paar Schreibvarianten ohne Bindestrich (keyworddomain.de etc.) auch schon vergeben. Das Dumme an der Sache ist aber, dass Firma B gar keine Keyword-Domains verkauft, sondern bloss ein Webverzeichnis für das Thema ist. Firma D und C ebenso, beide haben bloss Linklisten und ordentlich Anzeigen auf der Seite, nicht aber das, was der Kunde kaufen will.
Was ich damit sagen will ist, dass zwar die Keyword-Domain wie häufig behauptet wird einen Ranking-Bonus besitzt – das alleine aber noch kein Indiz für besseren Inhalt ist. Im Grunde genommen ist ein Bonus für die TLD sogar verzerrend für den Index – wie man am Beispiel Bing sieht, wo (subjektiv betrachtet, hab’s ein paar Mal mit wenig Begeisterung ausprobiert), die SERPs mit Keyword-Domains vollgespammt sind, was aber für mich als Nutzer keinerlei Mehrwert bietet.
Was meint Ihr dazu?
Ich würde mich freuen, Eure Meinung zu hören (bitte möglichst objektiv und nicht davon bestimmt, ob ihr nun Keyword-Domains besitzt oder nicht
)
Und bitte bloggt das Thema auch ein wenig – denn es kann uns allen SEOs nur helfen, wenn unsere Anstrengungen nicht durch TLD-Boni verzerrt und erschwert werden…
Mal schauen, wie sich das Thema weiterentwickelt!
PS: Ich muss noch einen Nachtrag posten – dieser Artikel hier vom Bösen Seo scheint meine These zu den Keyworddomains genau zu bestätigen… interessant ist auch der Kommentar von Peter.
PageRank und der Dämpfungsfaktor
Nachdem ich mich mit meinem Artikel über zuviel Linkjuice recht weit aus dem Fenster gelehnt habe möchte ich nun erklären, wie ich eigentlich auf diese These komme. Denn viel hilft viel – so sehen es die meisten SEOs und auch die meisten Linkaufbau-Kunden. Da ist teilweise was dran, aber eben auch nur teilweise. Denn Geben ist seliger denn Nehmen…
Schauen wir uns zunächst mal die PageRank-Formel an, die ja an jeder Ecke des Internets zu finden ist. Ich gehe an dieser Stelle nicht näher auf sie ein, werde aber irgendwann mal einen ausführlicheren Artikel mit weiterführenden Quellen darüber schreiben. Hier ist die Formel zum PageRank:
Dabei gilt:
PR(a) ist der PageRank einer Seite (a) empfangender Links
P(b) ist die Menge der Seiten (b), die auf (a) verlinken
ist die Anzahl der Seiten, die auf (a) verlinkt
d ist der Dämpfungsfaktor, um den es in diesem Artikel geht.
Zum Verständnis der Formel muss gesagt werden, dass sie mittels einem iterativen Verfahren berechnet wird. Also in etwa so vorstellbar wie der Excel-Solver. Mit einem kleineren Netzwerk könnte man die PageRank-Formel sicherlich mit Excel und dem Solver nachbauen, um sie auszuprobieren. Vielleicht mache ich das mal irgendwann. Um den gesamten PageRank (der laut der Formel die Summe der Seiten im Web ist) korrekt auf die einzelnen Seiten zu verteilen muss die Formel immer und immer wieder in vielen Schritten mit jeweils neuen Startwerten durchgegangen werden, solange bis das Verhältnis stimmt. Wie schon oben geschrieben werde ich aber evtl. noch einen separaten Artikel nur über die PageRank Berechnung schreiben. Hier möchte ich nun auf den Dämpfungsfaktor eingehen – aber mit diesem einführenden Absatz klarmachen, dass jede verlinkende Seite den PageRank erhöht. Fast jede.
Nicht alle Links erhöhen den PageRank
Würden alle Links den PageRank erhöhen wäre es geradezu einfach, den PageRank zu manipulieren. Man müsste den GoogleBot bloß in ein kreisförmiges, in sich geschlossenes Link-Netzwerk hineinlaufen lassen, und der Bot würde bei jedem Durchgang den PageRank erhöhen.
Eine externe Webseite setzt einen Link auf Seite A, dadurch kommt der GoogleBot.
A –> B (PageRank erhöhend)
B –> C (PageRank erhöhend)
C –> A (PageRank erhöhend)
A –> B (PageRank erhöhend) …und so weiter.
Das aber haben ein paar kluge SEOs schon ausprobiert. Leider vergeblich. Denn damit dies nicht passiert gibt es den Dämpfungsfaktor in der Formel, welcher Durchgang für Durchgang ein Stück wieder herunternimmt. Allgemein angenommen wird der Dämpfungsfaktor mit 0,85, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Formel in etwa so beginnt:
An dieser Darstellung sieht man, dass sich der Großteil des PageRanks aus dem externen Teil ergibt. Würde nun der Dämpfungsfaktor fehlen, so würde jeder neue Durchgang den PageRank der Seiten erhöhen, was das Ranking verzerren würde. Durch Eingabe des Dämpungsfaktor wird dieser Effekt vermieden und die Seiten sozusagen “neutralisiert”.
Hieraus ergibt sich die Schlußfolgerung, dass mein Artikel über “zuviel Linkjuice” nicht völlig falsch sein kann. Denn auch bei hoher interner Verlinkung müsste der Dämpungsfaktor der Seite eine Abstrafung durch fehlende ausgehende Verlinkung bescheren…
Die Diskussion ist eröffnet…
(ein separater Artikel mit externen Quellen zum Thema PageRank Formel folgt – jetzt habe ich erstmal runtergeschrieben und hatte genug mit der Darstellung der Formel zu kämpfen…)
Linkjuice – kann zuviel schaden?
Was für eine Frage? Oh baah! Natürlich nicht: Viel hilft viel!
Was aber, wenn die Seite den Linkjuice gar nicht mehr aufnehmen kann? Keine Sorge, ein Spinner bin ich nicht – ich werde den Gedanken hier mal ausführen:
Linkjuice ist der Kraftstoff der Suchmaschinen
Kein Robot einer Suchmaschine kann jemals laufen, wenn es keinen Linkjuice gibt. Denn was ist Linkjuice überhaupt? Es ist der Fluss der Verlinkungen. Die Suchmaschine kommt auf Seite A und findet dort Links auf B, C und D. Dann besucht sie Webseite B und findet dort die Seiten D und F. Mit jedem Besuch wird der Pool an zu besuchenden Seite erweitert, der Robot hangelt sich von Seite zu Seite wie ein Affe im Dschungel von Liane zu Liane. Wenn man dem Affen aber seine Bäume fällt, dann kann er nicht mehr hangeln. Ähnliches gilt auch für den Robot.
Nimmt man dem Robot seine Verlinkungen, dann bleibt er stehen.
Und das Weiterlaufen ist für Suchmaschinen ein existenzielles Thema – denn Anhalten bedeutet, keine weiteren neuen Inhalte zu finden, was wiederum die Suchergebnisse verschlechtert. Denn auch Suchmaschinen stehen im Wettbewerb zueinander, möglichst schnell den besten Inhalt zu liefern. Dafür aber müssen sie den Inhalt erstmal finden – und dafür sehe ich klar die Verlinkung als einen wichtigen Faktor.
Gehen wir soweit sollten wir uns überlegen, welche Gründe eine Suchmaschine hat, die verlinkende Seite abzustrafen. Ich finde keinen Grund. Gut – eingeschränkt werden muss, falls die Webseite zu viele Seiten verlinkt. Große Linklisten sind sicher ganz willkommen für Suchmaschinen, werden vermutlich aber trotzdem nicht hoch ranken, weil der User ja keine Linkliste sehen will, sondern echte Inhalte. Um aber mal beim Abstrafungsgedanken zu bleiben – könnte es nicht einen Grund geben, solche Seiten abzustrafen, die ihre eigenen Links einfach bunkern? Nimm’ wo du kannst – aber gib’ niemals an wen anders. Dieses Prinzip entzieht den Suchmaschinen ihre Existenzgrundlage, nämlich die Möglichkeit sich von Baum zu Baum zu hangeln.
Betrachtung des Linkjuice als fließende Größe: Der Linkjuice-Flow
Ich nehme ein anderes Bild zu Hilfe: Der Linkjuice als fließende Größe. Denn um die Suchmaschinen am Laufen zu halten muss der Linkjuice fließen. Wenn ich ihn aber einsperre, dann kann er nicht fließen. Irgendwann ist das Glas voll und nichts geht mehr – alles, was dann oben noch dazu kommt läuft über. Ein irrer Gedanke? Ich finde nicht.
Nehmen wir eine kleine Webseite. Einfach ins Netz gestellt, 10 Links von außen, weil ja auch auf kleineren Webseiten was nützliches stehen kann. Der Robot kommt vorbei, liest die nützlichen Informationen – kommt aber nicht wieder raus. Die Seite trägt nichts bei zum Fluss der Suchmaschine, zum Fluss des Linkjuice. Abstrafung? Was aber wäre, wenn diese Seite nun auch – naja, vielleicht 5 – 10 relevante, themenbezogene Links nach außen hätte? Dann könnte der Robot weiterziehen und hätte frisches Futter bekommen.
Diese kleine Seite hat natürlich nur einen kleinen Linkjuice-Durchfluss, sagen wir mal LJF (Linkjuice-Flow) von 10. Eine größere Seite hat einen wesentlich höheren Linkjuice-Flow, vielleicht 100. Vermutlich würde diese größere Seite nicht alles sofort weiterfließen lassen, weil sie ja nicht alle fremden verlinkenden Webseiten kennen kann, aber ein paar Seiten müsste auch eine große Webseite als relevant einschätzen – so gut, dass nur man selber den perfekten Inhalt hat kann ja eigentlich niemand sein.
Aus der Erfahrung mit dem eigenen Robot und dem Futter, was dort angeboten wird könnte ich es nachvollziehen, dass Suchmaschinen vielleicht einen Bonus geben für gesunde externe Verlinkund – wahrscheinlicher aber ist ein Malus für Seiten, die zu restriktiv verlinken.
Mein persönlicher Test ist dieser Blog – ich verlinke einfach auf alles, was mir inhaltlich gut gefällt und wenn meine eigenen Inhalte gut genug sind (und die Webmaster der anderen Seiten meine hier gemachte Einschätzung teilen), dann werde ich ganz von alleine relevante Backlinks bekommen. Und am Ende? Der Linkjuice-Flow wird für beide Seiten verbessert…
Ich bin gespannt und werde das Thema beobachten!
Weiterführende Artikel zum Linkjuice-Flow und zu ausgehender Verlinkung
Artikel über positive Wirkung vom Linkjuice-Flow von Erik Kubitz
Wordpress Plugin zur Entscheidung über DoFollow oder NoFollow – meine Meinung hierzu: Eigentlich überflüssig, denn wenn der Inhalt gut ist immer DoFollow, wenn er schlecht ist sowieso nicht verlinken.
Artikel von Fabian Drescher über Gründe, nach außen zu verlinken.